Endlich wieder Camper

Unser Weg zum neuen Wohnwagen - ein Bericht von Diana & Peter

Am 05. Oktober 2020 startet unser „Projekt Camping Teil 1“ getreu dem Motto: „Miete wer sich ewig bindet“.
Mit einem Mietwohnmobil geht es von Heddesheim nach Ostfriesland zum Nordsee-Camping Neuharlingersiel. Dann weiter in Richtung Wismar auf den Ostsee Campingplatz Liebeslaube in Hohenkirchen.


Mit großartigen Eindrücken und vielen praktischen Erfahrungen geht unser „Campingtest“ weiter in die Vorpommersche Boddenlandschaft, zum Campingplatz „Am Freesenbruch“ nach Zingst.






Dann wird es wieder Zeit für die Rückreise in Richtung Heimat. Mit einer Übernachtung im Südsee-Camp in Wietzendorf endet unsere Testfahrt wieder in Heddesheim.



Wie lautet nun unser erstes Fazit nach rund 1950 km mit dem Wohnmobil? Camping: „Ja, das ist was für uns, das wollen wir künftig machen!“ Aber mit dem Wohnmobil? Hier vermissen wir die Mobilität vor Ort, um sich auch außerhalb des „Fahrrad-Radius“ flexibel am Urlaubsort bewegen zu können. Also: Es wird ein Wohnwagen! Aber welcher Fahrzeugtyp, mit welchem Grundriss und in welcher Aufteilung / Ausstattung, kommt aus dem riesigen Wohnwagenmarkt denn für uns in Frage?
Um diese Frage zu klären, mieten wir im Sommer 2021 einen Wohnwagen und setzen unser „Projekt Camping Teil 2“ weiter fort.

Am 22. Juni 2021 starten wir diesmal in Richtung Süden zum Campingplatz Elbsee nach Aitrang. Mit den Erfahrungen aus dem Wohnmobilurlaub, gehen die Abläufe schon viel leichter von der Hand und wir entwickeln uns zum richtig guten „eingespielten Camper-Team“.

Wer wäre denn schon so verrückt und kauft ein eigenes Vorzelt, obwohl er noch nicht mal einen Wohnwagen hat? Natürlich: „Wir!“ Und diese Entscheidung war mehr als richtig.



Der Sommer 2021 hält für die von Corona geplagte Camper-Gemeinschaft auch mit Bezug auf die Witterung einige Überraschungen bereit. Von Sommerwetter, über Starkregen bis zu schweren Hagelschauern ist alles dabei. Und hier zeigt ein Vorzelt seine Vorteile, wenn der „Wohnraum“ einfach etwas erweitert werden kann.





Unsere zweite Station auf dieser Testfahrt das Camping Resort Zugspitze in Grainau. Über die B23, vorbei an Oberammergau testen wir auf einer kurvenreichen Strecke auch die „Bergfähigkeit“ unseres Wohnwagengespanns und prüfen: Welche Motorisierung ist eigentlich für welche Gewichtsklasse erforderlich?


Mit einem traumhaften Stellplatz werden wir an der Zugspitze empfangen , dann der Aufbau des Vorzeltes bei Starkwind.


Dann beruhigte sich, zumindest tagsüber das Wetter und wir konnten das Wohnwagenleben in vollen Zügen genießen. Auch erfahrene Wohnmobil-Camper unterschätzen das Wetter in den Bergen. Gemeinsam mit anderen Campern retten wir die ein oder andere ausgefahrene Markise vor dem Totalschaden. Jetzt sind wir in der Camper-Gemeinschaft angekommen!







Am 05. Juli 2021 geben wir den gemieteten Wohnwagen wieder ab und beenden unsere „Testphase“ mit der Erkenntnis: „Wir werden Camper und das mit einem neuen eigenen Wohnwagen!“
Wie geht es jetzt weiter? Wir starten das „Projekt Camping Teil 3“.
Gefühlt besichtigen wir viele hundert Wohnwagen immer dort, wo sich ein Wohnwagenhändler am „Wegesrand“ anbietet. Viele, sehr viele Youtube-Videos, Roomtouren und Technikerfahrungen begleiten uns für die nächsten Monate in unserer Freizeit. Dann entscheiden wir uns für einen Knaus Südwind 540 UE in der 60 Jahre Edition.
Wie kauft man einen Wohnwagen? Naja, prima wäre es wenn der Händler in der Nähe ist und wir nicht viele Kilometer fahren müssten, wenn wirklich mal ein Problem zu klären ist. Unsere Wahl fällt auf die Firma Rikis Wohnmobile und Wohnwagen in Schifferstadt. Ein Vertragshändler für Tabbert, Weinsberg und Knaus. Wie sich nachfolgend zeigen wird, eine gute Wahl. 

Wohnmobil und Wohnwagen Boom in Deutschland, geht da noch was am Preis? Mit rheinländischem Charme und dem nordbadischen Pragmatismus tasten wir uns vor und „Reden mit de Leut“. Fazit: „Bestellen Sie doch in Düsseldorf vor Ort auf der Messe, da können wir einen Preisnachlass anbieten“. Das nehmen wir doch gerne an. Also geht es am 04.09.2021 zum Caravan-Salon und wir bestellen unseren Wohnwagen.
Auf einer Messe schlendern eigentlich die Besucher gemütlich von Objekt zu Objekt, außer sie befinden sich in einem „Campingprojekt“ und haben sich auf die Messe vorbereitet.

 





Da werden Detailaufnahmen für die Beschaffung des Zubehörs gemacht. Kein Besucher legt sich auf den Boden und krabbelt unter den Wohnwagen, oder macht Dachaufnahmen vom Objekt der Begierde. Doch: „Wir!“

Mächtig aufgeregt und voller Vorfreude, verlassen wir die Messe und freuen uns auf den neuen Wohnwagen. Lieferdatum, natürlich unter dem bekannten Vorbehalt, soll April 2022 werden.

Vorfreude soll bekanntlich die schönste Freude sein. Stimmt! Aber die Zeit kann auch ganz schön lang sein. Was machen, wenn man so auf den Wohnwagen wartet? Jeden Monat etwas bestellen oder kaufen, halt was der moderne Camper so braucht. Das geht leicht, wenn Platz im Keller vorhanden ist. Von Technik, über sonstiges Zubehör füllt sich der Keller und die Ausstattung wird stetig erweitert.
Wo bekommt man den außer in den Medien noch Information so von Mensch zu Mensch? Richtig: In einem Camping Club, also am 16.12.2021 ab nach Bensheim zum Camper-Stammtisch des Camping Club Bergstraße. Was aus diesem Besuch folgte, ist Euch ja bekannt.
Dann ist es April 2022 und der Tag der Abholung rückt näher. Wegen personeller Probleme, bedingt durch die Corona-Pandemie wird es doch Mai, bis wir den Wohnwagen in Schifferstadt abholen können.
Montag, der 16. Mai 2022 um 10:00 Uhr, so der vereinbarte Abholtermin. Wir stehen um 09:15 Uhr vor der sehr netten Dame am Auslieferungsschalter mit den Worten: „Wir sind da!“


Was dann folgt ist mehr als vorbildlich. Natürlich die Einladung auf eine Tasse Kaffee, was wir ablehnen, denn auf die Toilette rennen wenn die Übergabe läuft, das geht nicht. Die nette Dame macht die Papiere fertig und führt uns dann zu UNSEREM WOHNWAGEN.
Sie hat ihre Checkliste zur Hand, wir aber auch und die hat 3 DIN A4 Seiten.


Wir haben uns gut vorbereitet und unsere Taktik war: „Diana lenkt die nette Dame ab und folgt der Einweisung, während Peter die Checkliste abarbeitet“. Da werden alle USB und 220 V – Steckdosen auf Funktion geprüft (mit Hilfe eines Handy-Ladegerätes). Von Reifen über den Check der bestellten Ausstattung, bis zur Funktionsfähigkeit aller Bauteile endet nach 2 Stunden die Übergabe.

Vor der Abfahrt wiegen wir noch den Wohnwagen und obwohl im Deichselkasten ein 31 kg schweres Reserverad befestigt ist, benötigen wir noch die Gasflasche und den Werkzeugkoffer, um die erforderliche Stützlast zu erreichen.
Dann verlassen wir mit einem herzlichen DANKESCHÖN an das Team von Rikis den Händler und fahren nach Heddesheim.


Hier endet unser „Projekt Camping Teil 3“ und wir sind jetzt: „Echte Camper mit eigenem Wohnwagen!“
Was ist unser Fazit?
Wer sich für die Urlaubsform Camping entscheiden möchte sollte sich Zeit nehmen. Egal ob gebraucht oder neu, Campingfahrzeuge und die erforderliche Ausstattung sind immer eine nicht unbeträchtliche Investition. Aber mit Geduld, Ausdauer und ganz viel Information sollte das funktionieren.
Wie geht es jetzt für uns weiter?
Unsere erste Ausfahrt mit dem neuen Wohnwagen, führt uns für einige Tage an den schönen Bodensee und dann, fahren wir zum Vatertags-Treffen des Camping Club Bergstraße nach Dinkelsbühl.








Also: „Wir sehen uns auf dem Campingplatz!“
Bis dahin alles Gute wünschen Euch, Diana & Peter.